Das Wochenende steht bevor und die letzten Vorbereitungen für den nächsten Wettkampf werden getroffen. Mittlerweile ist es Routine, das Hotel ist schon vor einigen Wochen gebucht, Wettkampftrikots gewaschen, Essen und Trinken für Fahrt und Tagesablauf gerichtet.
Diesmal geht es nach Nürnberg zum 3.DJC-Bouldern, der letzte Wettkampf in dieser Disziplin für dieses Jahr. 2,5 Std. Fahrzeit einfach, gute 270km bis zur E4 Boulderhalle. Martina, ist angespannt, wie immer, sie managt alles, verteilt Aufgaben an die Jungs und mich. Chapeau an dieser Stelle. Anfahrt ist i.d.R. am Vortag, denn die Wettkämpfe beginnen früh am Morgen und unmittelbar davor wird sich noch 1 Stunde warmgebouldert. Die Startreihenfolge wird ausgelost, Julius ist zweiter, Jonathan vierter Starter.
Keiner weiß im Vorfeld wie es ausgehen wird, zu viele Unbekannte. Julius und Jonathan sind guter Dinge, waren regelmäßig im Training und haben keine Verletzungen. Die unterste Altersstufe für ein DJC ist U15, d.h. Jonathan mit U13 startet „hoch“ und muss sich diesmal auch mit seinem Bruder messen.
Meine Aufgabe ist es, alles in Bilder und Videos festzuhalten. Eine besondere Herausforderung, denn die Jungs starten parallel, bestenfalls in Routen nebeneinander.
In der Halle angekommen, verschaffen wir uns erst mal einen Überblick, was ist wo. Dann umziehen und aufwärmen, anschließend Routenbesprechung mit den Trainern. In der Qualifikationsrunde sind 6 Boulder zu bewältigen. Die 40 besten Boulderer Bundesweit starten hier und kämpfen um 10 Finalplätze. Für Julius hat es gereicht, Jonathan arbeitet sich bis Platz 18 vor, eine sehr beachtliche Leistung. RESPEKT
Nach 2 Stunden Erholungspause dann das Finale. Vorhang auf, die Athleten:innen werden vorgestellt, kurze Routenbesichtigung und wieder ab in die Isolation. Julius kommt als 7-ter dran und muss 4 Boulder meistern. Als erstes eine „Plattenboulder“ mit Anlauf in die Wand, dann ein „Technikboulder“ mit Weiterleiter, es folgt ein „Kraftboulder“ mit spannen und pressen am Überhang und am Schluss noch ein „Dynamo“ mit Lauf über Volumen.




Julius zeigt sich souverän, ruhig und konzentriert. Die Uhr immer im Blick und weiß genau wie er seine Kraft einteilen muss. Diese Eigenschaften, das Training im Vorfeld und die Tatsache, dass Ihm die Boulder gelegen waren bescherten Ihm zurecht den 1. Platz.
