Tourenberichte

Sieben Kletterer haben am Wochenende 14./15. Mai 2022 die Gelegenheit genutzt, Höhenluft mal anders zu schnuppern. Gelegenheit dazu gab es durch die Idee von Jugendleiter und Hobbypiloten Stephan Tecklenburg, seinen Sportfreunden aus dem DAV die Heimatstadt Worms aus einer anderen Perspektive zu zeigen. Ohne anstrengenden Bergaufstieg, dafür aber mit einer mindestens genauso guten Aussicht. Umgesetzt werden konnte das Schnupperfliegen beim Luftsportverein Osthofen im Rahmen einer Kurzzeitmitgliedschaft aller Segelfluginteressierten der DAV-Jugend.

Am 22.08. machten sich 8 kletterbegeisterte Mädchen auf den Weg nach Frankreich in die Vogesen. Im Bus wurde mit dem Gepäck Tetris gespielt, sodass alle Rucksäcke, Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Klettermaterialen, Bierbankgarnitur und Co. in den Bus passten. Mit guter Laune und Musik, ging es nach dem Kennlernspiel auch schon los. Unser Ziel: Camping La Vologne, nahe bei dem See Lac de Longemer. Doch bevor wir dort ankamen, mussten wir einen Stopp zum Einkaufen einlegen. Abends sollte es traditionell Nudeln mit Gemüsetomatensoße geben.

Nun schon zum zweiten Mal traf sich eine JDAV Gruppe von 12 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um Schlittschuh laufen zu gehen, dieses Mal im Eisstadion Ludwigshafen.
Drei volle Autos starteten auf dem geräumigen Biz Parkplatz, um sich einige Kilometer später auf dem ziemlich kleinen Parkplatz des Eisstadions auf die letzten freien Plätze zu quetschen. Es war voll – voller als erwartet mit Corona-Maßnahmen. Trotz dem Chaos um uns herum, meisterte die Gruppe es zusammen zu bleiben, bis alle den Eingang passiert hatten, genügend Spinde für die Rucksäcke gesichert waren und alle Füße ein paar passende Schlittschuhe trugen.
Dann ging es los - JDAV on Ice !

Was bisher geschah: Nichts.

Samstag, der 16.04.2022: Wie jede gute Geschichte, wie die aufmerksam Lesenden feststellen werden, beginnt auch diese mit einem roten Bus, bis oben hin vollgestopft mit Gepäckstücken, der in ein schönes Gebirge fährt. Das ist die Eifel auch, die zu unser aller Erstaunen recht wenig mit dem Eiffelturm gemein hatte, außer natürlich das beiden gemeine „I-fell-down-Potential“. Abgelenkt von überflüssigen Wortwitzen hatten wir jedoch nicht bemerkt, dass wir für das zuvor eingekaufte Vollkornbrot nicht die angedachten 3 Euro, sondern den fünffachen Preis bezahlt hatten, weshalb das auch das letzte Mal war, dass wir in dieser Woche einen Aldi betraten. Verwirrt und betrogen kamen wir auf der noch leeren Wiese an, die wir ab nun unseren Zeltplatz nennen sollten, und auf dem nun mit wormser Effizienz unser Lager errichtet wurde. Es war Zeit für die erste Wanderung:

Frühling, Sommer, Herbst und – Winter. Endlich! Die Jahreszeit von Nikolaus und Christkind, Keksen und Plätzchen, Beschaulichkeit und Ruhe, Schnee und Eis. Normalerweise, denn der Schnee wollte bei uns in Worms lange auf sich warten lassen. Dezember, Januar… die Monate verstrichen, doch die wenigen weißen Flocken reichten bei Weitem nicht um die kagen Felder, weiten Wälder in eine Winterlandschaft zu verwandeln. Dabei war es doch gerade dieses weiße Kleid, was den Winter für uns so schön machte. Sollten die Ski etwa dieses Jahr im Keller bleiben? Die Snowboards einstauben? Zumindest für die Jugend des DAV war dies keine Option. Es blieb also nichts Anderes übrig als uns aufzumachen. Wenn der Schnee schon nicht zu uns kam, dann mussten wir eben in den Schnee fahren. Da kam es uns gerade so gelegen, dass der DAV Worms eine Berghütte im Montafon, Vorarlberg, Österreich besitzt, wo uns bereits letztes Jahr der Hüttenwirt Manfred freundlich zu begrüßen wusste. Was ein Glück, dass Ende Februar die Winterferien anstanden, die unseren 5-Tages-Trip vom 17-21 auch zeitlich möglich machten.