Die Sommerfahrt letzten Jahres führte 7 Wormser Kletterer in den Süd-Osten Frankreichs nach Ailefroide. Das kleine Bergsteigerdorf mit dem großen Campingplatz liegt auf 1.550 Metern Höhe.

Nach einer 12-stündigen Fahrt durch Regen, Sonnenschein, einer Kuhherde und Gewitterstürmen, musste die Gruppe auf dem Campingplatz bei Regen und Dunkelheit ihr Zeltlager aufbauen. Das war durch die jahrelange Kletterfahrtenerfahrung der Teilnehmer jedoch weniger ein Problem. Vielmehr hatte uns der wunderschöne, im Wald liegende Campingplatz Kopfzerbrechen bereitet, wo wir denn unser Camp aufschlagen sollten. Desto schöner und abgelegener die Lichtung zwischen den Bäumen war desto weiter weg die Steckdose. Ein Kompromiss fanden wir, im Hintergrund rauschte der reißende Gebirgsstrom 'Torrent de Celse Nière' in dem wir noch unseren Spaß haben sollten...

Ferschweiler, Südeifel

Bepackt bis unters Dach machten sich 13 abenteuerlustige DAV-ler am Ostermontag auf zum Wandern, Klettern, Zelten und was das Lagerleben sonst noch so mit sich bringt. Nach einer relativ kurzen Fahrt gelangten wir an den Jugendzeltplatz von Ferschweiler an der deutsch-luxemburgischen Grenze, wo wir die kommende Woche nächtigen würden. Wir hatten freie Platzwahl, da es nach dem Dauerregen der letzten Tage sonst keine weiteren Verrückten raus auf die aufgeweichte Wiese gezogen hatte. Zelte, Tarp und Küche waren in Gemeinschaftsleistung schnell und windsicher aufgebaut sowie wohnlich bezogen. Auch die eigens geschaffene Feuerstelle für gemütliches abendliches Beisammensitzen durfte selbstverständlich nicht fehlen. Der Nachmittag gestaltete sich zweigeteilt: Während ein Teil der Gruppe loszog, um Brennholz zu suchen, machte sich der andere Teil auf, die fußläufige Gegend zu erkunden. Wir hatten von Boulderfelsen gehört, die natürlich mal begutachtet werden wollten. Über Wiesen und durchs Unterholz suchten wir uns zeitweise unseren Weg, um weiter einem kleinen Waldpfad zu folgen, der uns zu vielen schönen, jedoch sehr moos- und farnbewachsenen Felsen führte. An sich ein schöner Spaziergang, doch unsere Aussicht auf Bouldern wurde enttäuscht. Dafür wurde viel gequatscht und fotografiert. Am Abend wurden wir von Papa Schlumpf lecker bekocht und saßen noch zusammen beim „Halt mal kurz“-Spielen, bevor es zu kalt und ungemütlich wurde und sich jeder in seinen Schlafsack gekuschelt hat.

Unter dem Motto „Weichen stellen für die Zukunft“ kamen vom 22. bis 24. September in der TU Darmstadt rund 450 Jugendleiter*innen und Jugendreferent*innen zum Bundesjugendleitertag der JDAV zusammen. Für die Sektion Worms waren Chiara Koch, Luisa Dietz, Vincent von Bothmer, und Felix Sell in Darmstadt vertreten. Untergebracht wurden wir in den umliegenden Sporthallen. Der Freitagabend stand dann zur freien Verfügung und es konnte Kontakt zu anderen Jugendleiter und Jugendleiterinnen hergestellt werden.

Bremendell, Nordvogesen

Nicht weit von der deutsch-französischen Grenze entfernt, lag unser Campingplatz inmitten einer wunderschönen Waldkulisse. Leider spielte das Wetter in den ersten Tagen nicht mit, weshalb wir uns die Zeit auf dem Campingplatz vertrieben. Wir schnitzten uns ein eigenes Werwolf Spiel. Jeder Charakter bekam eine eigene Figur, beispielsweise wurde der Werwolf als Pfote dargestellt. Außerdem verbrachten wir einen schönen entspannten Tag im Schwimmbad, sowie in einem nahe gelegenen Museum in einer Festung. Als Ausgleich für die entspannten Tage boulderten wir an einem Tag in der Kletterhalle in Zweibücken.

Die restlichen Tage hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter. Das nutzten wir natürlich aus und verbrachten die restlichen Tage damit neue Routen am Felsen zu erkunden, welche nicht immer so leicht zu meistern waren. Der Steinbruch in Ziegelberg lag mitten im Wald. Wir waren die einzigsten dort, auch sonst wirkte der Ort sehr ruhig und die Routen unscheinbar. Jedoch brachten sie den ein oder anderen schon an seine Grenzen. Am nächsten Tag kletterten wir am Fels Waldeck, welcher sich aufgrund seines Überhangs als besondere Herausforderung herausstellte. An diesem Felsen war für jeden der passende Schwierigkeitsgrad dabei. Auf dem Felsen befand sich außerdem eine kleine Burgruine, welche nicht lange unbesucht blieb. Der Fels Windstein war für manche auch schon der letzte Felsen dieser Fahrt, denn sie nahmen noch an den Rheinland-Pfalz Meisterschaften im Bouldern teil. Hier seilte sich jeder einmal selbstständig vom Felsen ab. Besonders für die „Erstabseiler“ war dies ein spannendes Erlebnis. Schnell begann auch schon der letzte Tag vor der Abreise. Diesmal lag der Felsen in der Nähe von einem Abenteuerspielplatz. Dort veranstalteten wir zuerst einen kleinen Boulderwettkampf – wer schafft es am Klettergerüst entlang zu bouldern ohne abzufallen? Dann kletterten wir am Fels bis es langsam dunkel wurde.

Klettern & Bergsteigen, Baden & Rafting sowie Spaß auf dem Zeltplatz und in der Natur – elf Wormser Kletterer im Bergort La Grave

Die Region und der Nationalpark les Écrins waren einigen schon von der vorherigen Fahrt bekannt, die Höhe des Zeltplatzes war diesmal Prämiere.

Auf 1400 Metern lag er inmitten von Bergen, neben saftigen Wiesen und an einem schönen, sehr kalten Gebirgsfluss - darin ging spätestens bei der Raftingtour der Letzte einmal baden. Die alpine Lage machte sich direkt am ersten Abend bemerkbar: Nach dem Aufbauen der neuen Vereinszelte und dem traditionellen Ankunftsabendessen (Nudeln mit Gemüsesoße) tauchte die Nacht den am Tag so oft strahlend blauen Himmel und die beeindruckende Bergkulisse in tiefes schwarz mit klarer Sternensicht. Nach einigen Tagen lernten wir sogar anhand des Sternstandes die Uhrzeit abzulesen.

Um Baguette und Croissants einzukaufen stiefelten wir jeden Morgen einige Höhenmeter in den Ort La Grave zum einzigen Lebensmittelladen in der Umgebung. Jeder der wollte, durfte im Laufe der Fahrt auf Französisch bestellen. Typisch für den Ort sind die aus Stein gebauten Häuser, das Verhältnis von 5:1 zwischen Sportbekleidungsgeschäften und Lebensmittelladen sowie die Menschen mit ihren braun gebrannten Gesichtern, Wanderrucksäcken, Multifunktionskleidung, durchtrainierten Waden und sogar Pickel und Steigeisen für die ganz hohen Berge. Mit in diese Kulisse gehört auch die téléphèrique - die Seilbahn.